Die interne Governance der CEU

Die Central European University wurde 1991 gegründet, um die demokratischen Übergänge in Mittel- und Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion zu unterstützen. Mit der Einführung eines neuen Grundstudienangebots im Jahr 2020 ist sie nun eine globale Graduiertenuniversität mit Sitz in Budapest und Wien, mit Studierenden aus mehr als 100 Ländern und Lehrenden aus über 50 Ländern. Die Unterrichtssprache ist Englisch. Der Auftrag der Universität, die heute 15 akademische Abteilungen, ein DoktorandInneninstitut und weltweit führende Forschungszentren, darunter das Institut für Demokratie in Budapest, umfasst, besteht darin, offene Gesellschaften und Demokratie durch Forschung auf höchstem Niveau und forschungsbasierte Lehre, vor allem in den Sozial- und Geisteswissenschaften, zu fördern.

Das Kuratorium

Die Central European University (CEU) mit Sitz im Bundesstaat New York ist als amerikanische Hochschule organisiert und wird von einem Kuratorium geleitet, das die allgemeine Verantwortung für die Angelegenheiten, das Eigentum und das Vermögen der CEU trägt. Das Kuratorium verwirklicht die Ziele und Zwecke der Gesellschaft, formuliert die Strategie für die Umsetzung der in der Präambel der Satzung der Universität definierten Bestrebungen und verwaltet und kontrolliert zu diesem Zweck ihr gesamtes Eigentum und Vermögen.

Nach Anhörung des Senats und des Präsidenten und Rektors entscheidet der Vorstand über die Einrichtung oder Schließung von Lehrstätten und Abteilungen. Das Kuratorium erlässt finanzielle Richtlinien und entscheidet über mögliche Abweichungen von diesen Richtlinien. Das Kuratorium entscheidet über die Studiengebühren.

Der Senat

Der Senat besteht aus der PräsidentIn und RektorIn, der VorsteherIn/ProrektorIn und VertreterInnen des Lehrkörpers, des Personals und der Studentenschaft der Universität. Die RektorIn hat den Vorsitz im Senat, der mindestens drei Mal pro Jahr zusammentritt.
Der Senat prüft und gibt Empfehlungen zu allen Angelegenheiten von allgemeinem Interesse für die Universität ab, legt akademische Studiengänge und Studien- und Zulassungsstandards fest, genehmigt oder initiiert sie. Er wählt auf Vorschlag der PräsidentIn und RektorIn die VorsteherIn/Pro-RektorIn. Er wählt auch die ProrektorIn für Sozial- und Geisteswissenschaften und die Akademische SekretärIn. Er erlässt die Geschäftsordnung für akademische Ämter, Ernennungen, Beförderungen, akademische Pflichten, Studierendenrechte und akademische Verfahren.

Das Akademische Forum

Das Akademische Forum gibt Empfehlungen zu akademischen Angelegenheiten ab, die dem Senat zur Prüfung vorgelegt werden. Es setzt sich aus FachabteilungsleiterInnen, Studien- und DoktoratsleiterInnen sowie LeiterInnen von Forschungszentren und Verwaltungseinheiten zusammen. Das Akademische Forum tritt mindestens 10 Tage vor der Senatssitzung zusammen. Alle akademischen Angelegenheiten sowie Angelegenheiten von akademischer Bedeutung werden dem Akademischen Forum mindestens zwei Wochen vor einer Senatssitzung von der PräsidentIn und RektorIn vorgelegt. Das Akademische Forum trifft keine Entscheidungen, sondern spricht Empfehlungen aus, die vom Senat geprüft werden.